Tom Feuerstacke und Ede Wolff auf einer verbalen Liegeradfahrt
PUNK, LIEGERAD, VÖLLIGER WAHNSINN
Hier sitzt er also wieder vor mir, Ede Wolf, Gitarrist, Journalist, Schließmuskel-Urgestein und wandelnde Geschichtsschleuder des Niederrheins. Einer, der es schafft, in einem Satz sowohl Münsteraner Liegeradfahrer als auch die Punkvergangenheit von Hamminkeln ordentlich durchzuschütteln – und dabei trotzdem freundlich zu lächeln. Wir reden über 40 Jahre Bandgeschichte, über Namen, die damals verboten gehörten und heute auf Spotify aufploppen, über Boxersequenzen in Musikvideos und den erstaunlichen Umstand, dass selbst Liegeradfahrer ihren Spaß an einem Song haben, der sie eigentlich anblafft. Ede trinkt Kaffee, erzählt ohne Punkt und Komma und wirkt dabei wie einer, der nie aufgehört hat, Flausen zu haben. Und genau deshalb sitzt Schließmuskel plötzlich wieder mitten im Leben – räudig, laut, hungrig.
Tom Feuerstacke und Siggi Mertens besprechen ein musikalisches Leben
WO MUSIK ENTSTEHT, BEVOR SIE JEMAND SUCHT
Siggi Mertens ist einer von denen, die du in Münster am Rand siehst – nie auf den ganz großen Bühnen, aber immer da, wo es interessant wird. Wenn du seinen Namen googelst, stolperst du über Bandfotos, Rare-Guitar-Plakate, Schulprojekte – nur Wikipedia sagt: kenne ich nicht. Genau deshalb klingeln wir bei ihm durch. Am Telefon sitzt ein 70-Jähriger, der behauptet, eher schüchtern zu sein, während er montags und dienstags noch Musik unterrichtet, abends im Keller Highway-Star-Soli übt und mit seiner Band „VAN DAM“ Klubs auseinander nimmt. Dazwischen schreibt er Mails an Mickie Krause, erinnert sich an Umzüge im Ford Transit nach West-Berlin und fragt sich bis heute, warum ausgerechnet er niemals Plan A, sondern immer Plan B gelebt hat. Ein Gespräch über Gitarren, Glück, Scheitern und die Frage, wozu man Musik macht, wenn der Ruhm ausbleibt.
Tom Feuerstacke und Dominic Stern streifen verbal durch das Beverland
WO GRUPPEN FEIERN, FIRMEN WACHSEN UND HOCHZEITEN FLIEGEN LERNEN
Zwischen Ostbevern und dem Rest der Welt liegt ein Ort, der auf den ersten Blick wie ein verschlafener Fleck im Münsterland wirkt. Doch wer genauer hinschaut, spürt schnell, dass hier seit Jahren etwas wächst, das man so kaum erwartet hätte: ein eigenes kleines Universum für Gruppen, Feierwütige, Tagungsteams und Hochzeitspaare. Mitten darin steht Dominic – einer, der das Beverland nicht nur kennt, sondern gelebt hat, lange bevor es zu dem wurde, was es heute ist. Ein Mann, der beim Reden leise bleibt, aber beim Erzählen dieser wilden Erfolgsgeschichte leuchtet. Einer, der weiß, wie sich 60 000 Gäste im Jahr anfühlen und warum man trotz Chaos, Kegelklubs und krummer Überraschungen genau diesen Job liebt. Ein Gespräch über Leidenschaft, Logistik, Looping Louie und die Kunst, Gruppen glücklich zu machen.
Peter Sauer spricht mit Andy Baustein über Vinyltreue, Rühreier und Weihnachten
WENN MUSIK FLÜGEL VERLEIHT
Handgemachte Musik und dann noch auf Schallplatte – das steht bei jungen Musikkäufern und alten Vinylfans wieder hoch im Kurs. Mit seinem Akustikduo „The Kogs“ begeistert Sänger und Musiker Andy Baustein (gemeinsam mit John Orrock). Das Album „Hit the Highway“ wird von Fachpresse und Publikum gelobt und lief auch schon im Radio. Höchste Zeit für ein Gespräch.
Tom Feuerstacke und Alexander Ende besprechen die Einfachheit des Fußballs
MUT, KONTROLLE UND LEIDENSCHAFT
Er redet ruhig, überlegt, mit diesem festen Blick, den nur jemand hat, der genau weiß, was er will. Alexander Ende, Trainer von Preußen Münster, steht für Mut, für einen Fußball, der lieber Fehler riskiert als Langeweile. Einer, der lieber spielt, statt zu verwalten. Im Gespräch wird schnell klar: Hier spricht kein Träumer, sondern ein Überzeugungstäter. Einer, der in Berlin keine Ausreden sucht, der Dresden als Schritt im Prozess sieht und der weiß, dass Erfolg nichts mit Zufall zu tun hat. Alex redet über Kontrolle, Haltung, Leidenschaft und über die Kunst, Fehler nicht zu fürchten. Und wenn er über seine Zukunft spricht, klingt da kein Größenwahn, sondern echte Demut mit: „Ich will einfach lange das machen dürfen, was ich liebe – Fußball.“ Ein Satz, so schlicht wie ehrlich.
„Vollgas ist kein Stil, sondern Haltung“ – The BossHoss im Interview mit Tom Feuerstacke
ROCK, RIFFS UND RODEO – BACK TO THE BOOTS
20 Jahre The BossHoss – und noch immer kein bisschen leiser. Sascha und Alec haben das, was man als deutsches Country-Rock-Duo kaum für möglich hielt, zu einer echten Marke gemacht: Cowboyhüte, Vollgas-Riffs und eine Bühnenpräsenz, die zwischen Texas-Klischee und Berliner Großstadtsound oszilliert. Im Gespräch erzählen sie, wie sie den Spagat zwischen Mainstream-TV, Rockfestivals und Underground-Konzerten meistern, warum der Reiz der Bühne nach wie vor größer ist als jede Streaming-Statistik, und wie es gelingt, eine Fangemeinde zu erreichen, die von Motörhead bis Kraftklub reicht. Ein Gespräch über Leidenschaft, Ausdauer und die Kunst, sich selbst nie zu wiederholen – so unverstellt wie ihre Musik selbst.
Melanie Mitchell und Stephan Günther besprechen eine Karriere
ICH WILL SÄNGERIN WERDEN UND DIE WELT RETTEN!
Da muss eine Amerikanerin erst nach Münster kommen, um hier nicht nur ihr Gesangstalent vorzustellen. Melanie Mitchell tat genau dies. Musik war zwar nicht der eigentliche „Plan“, als sie vor vielen Jahren nach Münster zog. Doch genau damit machte sie hier ihre ersten Schlagzeilen. Sie ist die diesjährige Gewinnerin des Contests „Voice of Münsterland“, bei dem sie sich auf dem Domplatz in die Herzen der Zuschauer sang. Allein schon Grund genug für ein Interview. Was wir aber sonst noch alles über die sympathische Sängerin erfahren haben, erzählte sie uns in diesem Interview.
Peter Sauer spricht mit Reinhard Plettenberg über Leben, Tod und Heiterkeit
WIE MAN DEN TAGEN MEHR LEBEN GEBEN KANN
Wie kann man sich in die Lage von Schwerstkranken und Sterbenden hineinversetzen? Wie lässt sich erahnen, was am Ende des Lebens auf uns zukommt? Antworten gibt es in dem von Fachkritik und Publikum gelobten packenden Kulturexperiment „zwischen//welt“ von Thomas Nufer. Am 21. Februar (Samstag) wird es um 19:30 Uhr im Kulturbahnhof Hiltrup aufgeführt. Möglich machte dies der Pädagoge und Moderator Reinhard J. Plettenberg vom Verein Kulturbahnhof Hiltrup e.V.
Arndt Zinkant befragt Jean-Claude Séférian über das Leben und die Lieder
MÜNSTERS MEISTER DES CHANSONS
Wer an Chansons denkt, der denkt an Charles Aznavour, Jacques Brel oder Edith Piaf. Wer in Münster an Chansons denkt, kommt nur auf einen Namen: Jean-Claude Séférian. In unzähligen Konzerten hat der Weltbürger aus dem Libanon seit 1981 dieser urfranzösischen Kunstform Leben eingehaucht. Dabei sieht er gar keinen Unterschied zu deutschen Liedermachern. Im Gespräch erzählt er von alten Erinnerungen und neuen Plänen. Und dass man in Paris tatsächlich die große Liebe findet.
Peter Sauer spricht mit Queen Tafari über Noten, Wilsberg, Miami und Lego
MIT CATERING-VIDEOS AB NACH MIAMI
Ob beim Summerjam-Festival in Köln oder im Schaf in Münster: DJane Queen Tafari alias Thatyana Rottig begeistert seit einiger Zeit das Publikum. Ihr mitreißender Mix aus Personality, Lyric, Black Music und Hip Hop, mit jeder Menge Jamaika drin, rockt. Keine Frage, die Münsteranerin liebt Musik. Aber nicht nur das, wie unser Mitarbeiter Peter Sauer im Gespräch mit Thatyana erfuhr, die ja schon von ihrem Vornamen einmalig ist.
Tom Feuerstacke und Wolfram Linke besprechen „draußen!“
WIE „DRAUßEN!“ MÜNSTER SICHTBAR MACHT
Münster von unten sieht anders aus als auf der Titelseite. Hier geht es nicht um Ratsherren oder Hochglanzveranstaltungen, sondern um Menschen, deren Geschichten sonst im Schatten bleiben. Seit 1993 gibt es das Straßenmagazin draußen!. Seitdem liefert es eine Stimme für diejenigen, die oft übersehen werden, und bietet Verkäufern die Chance, ein kleines Einkommen zu erzielen. Die Redaktion arbeitet mit ehrenamtlichen Autorinnen und Autoren. Aktuelle Themen wechseln sich ab mit Porträts, Rezensionen und lokalen Geschichten, die sonst niemand bringt. Jeden Morgen treffen sich Bedürftige zum Frühstück in der Geschäftsstelle, erhalten Beratung und können hier ihre Hefte kaufen. Die Geschichten, die dabei entstehen, berühren, ärgern, manchmal machen sie sprachlos. Wer „draußen!“ macht, arbeitet zwischen Journalismus, Sozialarbeit und Pragmatismus. Dabei ist alles auf Augenhöhe, nah an den Menschen, direkt aus der Stadt – roh, ehrlich und ungeschönt.
Peter Sauer spricht mit Magic Freddi über Lebensträume und seinen Lieblings-Oskar
SO EIN THEATER HAT
ES IN MÜNSTER NOCH
NICHT GEGEBEN
Frederick Pelster ist eine One-Man-Show. Der damals jüngste Zauberer Deutschlands, der sich mit seinen Shows immer wieder neu erfindet und auch schon bei den Ehrlich Brothers im TV mit seiner Magie verblüffte, startet seine bislang größte Bühnenoffensive. In Eigenregie stemmt der 20-Jährige mit dem „Magic Freddi Theater“ Münsters erstes Zaubertheater. Ab dem 22. November heißt es an der Friedhofstraße 13 in Hiltrup: Vorhang auf für atemberaubende Illusionen und magische Tricks.
Peter Sauer spricht mit Michael Beckmann über Rückkehrer, Respekt und die 80er
DIE RAINBIRDS-GESCHICHTE IST (NOCH) NICHT AUSERZÄHLT
„I sneak around the corner with a blueprint of my lover“. Der ikonische 80er-Jahre-Song „Blueprint“ ist ein Evergreen. Jetzt kann man ihn wieder live hören. Die Rainbirds treten wieder auf – mit Originalmitgliedern wie Michael Beckmann. Redakteur Peter Sauer hat sich mit dem Bassisten und Komponisten unterhalten, der auch für erfolgreiche Filmscores wie „Fack ju Göhte“ und „Türkisch für Anfänger“ verantwortlich zeichnet und zuletzt auch bei den Fehlfarben live den Bass zupfte.
Tom Feuerstacke und Matthias Miersch besprechen einen Burgfrieden
ZWISCHEN STREIT UND VERANTWORTUNG
Die Große Koalition läuft, die Debatten über Kürzungen der Sozialausgaben, Steuern, die Wehrpflicht, Verteidigungsfähigkeit und die Ukraine dominieren die Schlagzeilen, doch im Kern geht es um Verantwortung und Vertrauen – innerhalb der Regierung und gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern. Im Interview spricht der Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) über die Herausforderungen, die sich aus weltpolitischen Umbrüchen, sozialen Spannungen und der Digitalisierung ergeben. Er erklärt, warum Freiwilligkeit besser motiviert als Pflicht, warum Deutschland handlungsfähig bleiben muss, ohne Soldatinnen und Soldaten unnötig zu gefährden, und warum ein respektvoller Umgang in der Politik wiederhergestellt werden muss. Ein Gespräch über Stabilität, demokratische Kultur und die politische Realität in bewegten Zeiten.
Arndt Zinkant fragt Dennis Kunert, wie Jack the Ripper zum Mythos wurde
ARMUT, BLUT UND NEBEL
Er ist wohl der berühmteste „Cold Case“ der Kriminalgeschichte. Jedenfalls kennt Dennis Kunert keinen, der noch mehr die Gemüter erhitzt oder zu mehr Spekulationen geführt hätte: Der nie entlarvte Londoner Frauenmörder, dem der Name „Jack the Ripper“ gegeben wurde. Warum und von wem, erzählt der Münsteraner im Interview. Denn er hat mit seinem Podcast „Vom Mörder zum Mythos“ auf Spotify eine echte Fan-Gemeinde gefunden.
Peter Sauer spricht mit Vivien Verley über ADHS, Magie, Therapie und Teegenuss
WENN TEE EINE GANZ BESONDERE MAGIE ENTHÄLT
Mit allen Sinnen erlebt Vivien Verley die Welt als Buchautorin. Die 27-jährige Münsteranerin begeistert Publikum und Fachkritik mit ihrem Young-Adult-Roman „Thea Magica“. Der erste Teil „Das Geheimnis von Port Mint“ ist im September bei Ravensburger erschienen, richtet sich an Leser ab zehn Jahren, macht aber auch Erwachsenen Freude. Unser Mitarbeiter Peter Sauer unterhielt sich mit Vivien Verley zwischen Frankfurter Buchmesse und den Vorbereitungen auf Band 2.
Arndt Zinkant fragt Amelie und Leena Kaijo, wie man sein Business im Netz sichtbar macht
ZWILLINGSSCHWESTERN STARTEN DURCH
Amelie und Leena Kaijo haben das Unternehmertum offenbar im Blut. Als Studentinnen von Anfang zwanzig gründeten sie in ihren Jugendzimmern in Telgte ihr Startup „Geminos“. Im Interview verraten sie, warum sie sich auf die Plattform LinkedIn fokussieren und was Finnland in puncto Unternehmertum besser macht.
Ein Gespräch zwischen Chiara Kucharski und Prof. Dr. Andreas Koenen über Münster, Mut und Zukunft
RECHTSBERATUNG PER „PROMPT“ – VORREITER MIT BAURECHT
Münster ist nicht gerade das Silicon Valley. Auch wenn es durchaus Pioniere in dieser Stadt gibt, wird es ihnen nicht immer gerade leicht gemacht. Seit Kurzem gibt es den Sovereign-Store mitten in Münsters Innenstadt. Diesen Namen kann man mit Vielem assoziieren: Souverän, Selbstverantwortung, Unabhängigkeit, man könnte gerade so weitermachen. Doch was hinter dem zukunftsorientierten Projekt steckt, hat Chiara Kucharski von dem Sovereign-Gründer und Anwalt für Bau- und Immobilienrecht, Prof. Dr. Andreas Koenen, bei ihrem Besuch in seinem auch architektonisch durchdachten Store, wissen wollen.
Chiara Kucharski besucht Jörg Rostek im „Grünen Weiler“ in Gievenbeck
GUT DING BRAUCHT „WEILER“ – GENOSSENSCHAFTLICHES WOHNPROJEKT IN GIEVENBECK
In Gievenbeck tut sich eine Menge. Der ohnehin schon große Stadtteil wächst und wächst, neue Viertel und Straßennamen entstehen. Im Frühjahr fand die Einweihung des „Grünen Weilers“ im Oxford-Quartier statt. Wie das Modell in Gievenbeck funktioniert, sich finanziert und wie es sich dort lebt, davon hat sich Chiara Kucharski ein Bild gemacht und mit Jörg Rostek, einem der etwa 250 Bewohner, über das neue gemeinschaftliche Wohnen und dessen Besonderheiten gesprochen.
Peter Sauer spricht mit Malte Schnepel über Leukämie und den Glauben an sich selbst
EINE BLUTSPENDE, DIE MEIN LEBEN RETTETE
Dass Blutspenden Leben retten können, ist bekannt. Aber in der Regel geht es dann um Patienten, die eine Bluttransfusion bekommen. Sehr selten hört man, dass auch das Leben eines Blutspenders durch die eigene Blutspende gerettet wird. Malte Schnepel hat genau das erlebt. Peter Sauer sprach mit dem Geschäftsmann über sein neues Leben.






















