Peter Sauer spricht mit Annick Vettraino über Stimmvolumen und Lach-Flashs
SINGEN IST FÜR MICH WIE ZÄHNEPUTZEN: NORMAL!
Klassische Musik ist schon längst nicht mehr aus der Mode, sondern in allen Generationen beliebter denn je. Das liegt vor allem daran, wie klassische Musik 2026 präsentiert wird und dass es Künstlerinnen wie Annick Vettraino aus Münster gibt. Die sympathische Opernsängerin brennt für ihre Musik, lacht gerne und kommt auch mit Bühnenpannen bestens klar. Am 12. Juli tritt sie in der Kreuzkirche auf.
Peter Sauer spricht mit Siegmund Natschke über eine tierliebe Legende
ZIEGENMILCH AUS WOLBECK ALS SUPERFOOD
Warum ist Ziegenmilch eigentlich so gesund? Warum führt ausgerechnet eine Ziege den ZiBoMo-Umzug in Wolbeck an? Und was hat ein 102-Jähriger damit zu tun? Antworten darauf gibt Siegmund Natschke aus Nienberge. Unser Mitarbeiter Peter Sauer unterhielt sich mit dem erfahrenen Journalisten, der sein erstes Buch „Der Ziegenbaron“ jetzt im Aschendorff-Verlag veröffentlicht hat.
Tom Feuerstacke und Malte Küppers verbal zwischen Schulflur und Stand-up
SCHULE LIEFERT. IMMER. LEIDER:
Malte Küppers wirkt erst einmal gar nicht wie jemand, der sich auf der Bühne „Antisozialarbeiter“ nennt. Dann lacht er kurz, erzählt von Schule, System, Frust, Humor, und plötzlich passt alles zusammen: der Sozialpädagoge, der über Bildungspolitik schimpft, der Comedian, der daraus Pointen baut und der Duisburger, der seine Herkunft wie ein Etikett trägt, das man nicht abkratzen will. Küppers arbeitet mit Jugendlichen, die im Schulsystem kämpfen – und erzählt abends genau davon. Nicht über sie, sagt er, sondern über Strukturen, Situationen, Widersprüche. Münster kennt er vom Fußball und von Auftritten, die Fahrräder fürchtet er mehr als jedes Publikum. Warum Schule unerschöpflich komisch ist, was Hoffnung im System bedeutet und warum er seinen Job wohl nie ganz aufgibt: Darüber musste gesprochen werden.
Peter Sauer spricht mit Florian Füntmann über Freiheit und das böse Ich
OHNE GESANG IN ÜBER 30 LÄNDERN ERFOLGREICH
Kann eine Rockband ohne Sänger Fachkritik und Publikum gleichermaßen begeistern? Und wie! Das zeigt die Progressive-Rockband Long Distance Calling aus Münster. Und das gleich europaweit, zuletzt auch in China. Sie feiert jetzt ihr 20-jähriges Bestehen mit dem neuen Studioalbum „The Phantom Void“. Es zeigt die Münsteraner rockiger und kreativer denn je. Unser Mitarbeiter Peter Sauer sprach mit Gitarrist Florian Füntmann.
Arndt Zinkant im Gespräch mit Radio-Urgestein Peter Sauer
ADRENALIN UND GLÜCKSHORMONE
Peter Sauer liebte stets das Kino – genauso aber jenes „Kino im Kopf“, das der magische kleine Kasten namens Radio ihm bereits als Kind bescherte. Kein Wunder, dass es ihn später zum Rundfunk zog. Und: Zum Musikjournalismus. Den zelebriert der Mann mit der bassigen Stimme nun auch in der Sendung „Gila Gila“ in Doppelmoderation mit Kollegin Gila Marali – spontan und sympathisch im Impro-Talk.
Peter Sauer spricht mit Reinhard Plettenberg über Leben, Tod und Heiterkeit
WIE MAN DEN TAGEN MEHR LEBEN GEBEN KANN
Wie kann man sich in die Lage von Schwerstkranken und Sterbenden hineinversetzen? Wie lässt sich erahnen, was am Ende des Lebens auf uns zukommt? Antworten gibt es in dem von Fachkritik und Publikum gelobten packenden Kulturexperiment „zwischen//welt“ von Thomas Nufer. Am 21. Februar (Samstag) wird es um 19:30 Uhr im Kulturbahnhof Hiltrup aufgeführt. Möglich machte dies der Pädagoge und Moderator Reinhard J. Plettenberg vom Verein Kulturbahnhof Hiltrup e.V.
Peter Sauer spricht mit dem Muckepickemechaniker über sein Leben im Untergrund
DER MANN HINTER DEN KORKMÄNNCHEN
Plötzlich über Nacht sind sie da! Erst gab es nur einige wenige, mittlerweile gehören sie zum Stadtbild von Münster. Aber auch an Orten sind sie präsent. Die Rede ist von den putzigen und in Handarbeit privat gefertigten Korkmännchen. Der Kork-Künstler, der anonym bleiben will, nennt sich Muckepickemechaniker. Unser investigativer Mitarbeiter Peter Sauer hat ihn in Münster ausgespürt, mitten in der Arbeit für neue Korkmännchen.
Arndt Zinkant befragt den Kabarettisten Jens Heinrich Claassen
IMMER LUSTIG – SELTEN BÖSE
Sobald die Scheinwerfer angehen, ist Jens Heinrich Claassen in seinem Element. Dabei ist der freundliche Klavierkabarettist aus Münster von Haus aus eher zurückhaltend. Im Interview verrät er, wie er dennoch auf die Kleinkunstbühnen fand, wie er auf Kreuzfahrtschiffen Senioren beim Essen-Klau erwischte und warum er auch das Moderieren liebt. Zum Beispiel bei der neuen Show „Deluxe“ im GOP-Varieté.
Von Werten, Schmuck und Handwerk – ein junges Business mit Glanzfaktor
VON WERTEN, SCHMUCK
UND HANDWERK
Hier ist doch alles Gold, was glänzt. Oder es sind andere feine Edelmetalle und schillernde Steine. Doch wie ist es mit der Bewertung und Herstellung von wertvollen Gegenständen und was macht eine Gemmologin in diesem Zusammenhang? Redakteurin Chiara Kucharski hat sich mit der Goldschmiedemeisterin und Gemmologin Fabiola Rössiger und ihrem Partner Oliver Roesler in ihrer Schmuckmanufaktur in Münster getroffen, um über ein Handwerk, das schon lange Bestand hat, ihr junges Business, das aktuell einjähriges Jubiläum feiern kann, und die Selbständigkeit im Bereich der guten, schönen und edlen Dinge zu sprechen.
Tom Feuerstacke und Philipp Hagemann bewegen sich verbal zwischen Rathausbank und Anstoßkreis
ZWISCHEN PFEIFE, POLITIK UND PREUßEN
Er ist einer, der selten stillsitzt: morgens Mandant, nachmittags Rathaus, am Wochenende Kreislinie statt Kreißsaal. Wer im Münsteraner Amateurfußball unterwegs ist, kennt seinen Namen – Philipp Hagemann, Schiedsrichterchef, Netzwerker, Kümmerer. Und wer Politik verfolgt, begegnet ihm wieder: Ratsmitglied, SPD, eher leise als laut, aber beharrlich. Ein Mann zwischen Aschenplatz und Ausschusssitzung, der sich gern einmischt, wenn ihn etwas ärgert – und dann nicht meckert, sondern macht. Wir treffen ihn dort, wo beides zusammenläuft: im Stadion von Preußen Münster, wo er Bundesligaschiedsrichter betreut, ihnen Kaffee organisiert und Linien checkt. Ein Gespräch über Ehrenamt, Fehlpfiffe, Nachwuchs, Bierchen nach dem Spiel – und darüber, warum man Verantwortung manchmal einfach übernimmt, statt nur zu kritisieren.
Tom Feuerstacke, Ekki Kurz und Wolfgang Niedecken auf einer verbalen Zeitreise
ZIELGERADE
Im neuen Album von Wolfgang Niedeckens BAP „Zeitreise/ Live im Sartory“ fließt tatsächlich alles zusammen, was diese Band und ihren Sänger seit Jahrzehnten auszeichnet: musikalisch. Gedanklich. Biografisch. Was Gesang, Energie und Schaffenskraft betrifft, mag Niedecken immer noch als 30-Jähriger durchgehen. Seine Texte und Gedanken aber atmen die Lebensklugheit jenes 73-Jährigen ein, der er ist und dessen Blick auf das Leben, die Liebe und unsere Gesellschaft so wach und klar ist wie nie.
Arndt Zinkant fragt Dennis Kunert, wie Jack the Ripper zum Mythos wurde
ARMUT, BLUT UND NEBEL
Er ist wohl der berühmteste „Cold Case“ der Kriminalgeschichte. Jedenfalls kennt Dennis Kunert keinen, der noch mehr die Gemüter erhitzt oder zu mehr Spekulationen geführt hätte: Der nie entlarvte Londoner Frauenmörder, dem der Name „Jack the Ripper“ gegeben wurde. Warum und von wem, erzählt der Münsteraner im Interview. Denn er hat mit seinem Podcast „Vom Mörder zum Mythos“ auf Spotify eine echte Fan-Gemeinde gefunden.
Wenn einen geübten Stoiker nichts mehr aus der Bahn wirft
SCHILLERND UND EMOTIONAL UNERSCHÜTTERLICH
Zwischen antiker Weisheit und moderner Selbstoptimierung: Hier setzt der Autor und Philosoph Carsten Adler an, um seine Sicht auf den Stoizismus zu beschreiben und auf die heutige Zeit anzuwenden. In seinem Buch „Pepe Poseidonios – der kleine Stoiker aus dem Atlantik“ bringt Adler stoische Lehren auf kindlich-verspielte Art und Weise ein. Passen unsere Träume zu uns? Können Wünsche zu groß und schlecht für uns sein? In einem Gespräch mit der Redakteurin Chiara Kucharski geht es um Glück, Selbsterkenntnis, vermeintliche Rückschläge und warum die alten Ideen aktueller denn je sind.
Thorsten Kambach spricht mit Christo nicht über Gott und die Welt
CHRISTO RUFT AN
Die Idee, etwas für die Nachwelt zu hinterlassen, findet Christo ziemlich naiv und andere Künstler nicht mal erwähnenswert. Außerdem will er nicht über Religion und Politik sprechen, sondern ausschließlich über sich – das kündigt er mir zu Beginn unseres Gesprächs an. Aber wer ist dieser Mann, der Mitte der neunziger Jahre den Reichstag verpackt, in Japan ganze Dörfer aus Schirmen aufgebaut und in Amerika Flüsse verhüllt hat?
Ich habe das besondere Glück, mit ihm darüber persönlich sprechen zu dürfen, ganz modern per Videochat. Pünktlich um sieben abends sitze ich vorm Laptop – natürlich mit Dolmetscherin – und warte auf seinen Anruf. Doch der kommt leider nicht. Als er eine Stunde später tatsächlich anruft, habe ich die Dolmetscherin längst traurig nach Hause geschickt und ... Aber zum Glück habe ich in der Schule manchmal aufgepasst und so reicht mein Englisch gerade eben!
Peter Sauer spricht mit Jürgen Kehrer über gescheiterte Heldenträume
RUHM, EHRE UND FIASKO
IN DER ARKTIS
Was bringt Menschen dazu, unbedingt ein Held sein zu wollen? „Wilsberg“-Erfinder Jürgen Kehrer erzählt in seinem neuen Sachbuch „Heldenreise ins ewige Eis“ vom Untergang der Deutschen Arktischen Expedition auf Spitzbergen 1912/13. Damit ist ihm ein spannender Polarkrimi gelungen, für den er akribisch recherchiert hat. Mit unserem Mitarbeiter Peter Sauer sprach er über die Hintergründe. Natürlich bei heißen Getränken.
Chiara Kucharski spricht mit Ernest Sartison
VON MÜNSTER NACH MARSEILLE: EIN WEG IN DIE FREMDENLEGION
Sie gilt als härteste Militäreinheit der Welt. Für die einen ist es eine große Ehre, in die Fremdenlegion aufgenommen zu werden und die Képi Blanc zu tragen, denn die Aufnahmeprüfung soll hart sein und es heißt, nur jeder zehnte Bewerber würde es schaffen, durchzuhalten. Für andere hat sie einen verrufenen Charakter. Lange Zeit galt die Legion als Anlaufstelle für verlorene Existenzen, Kriminelle und Menschen, die bei Null anfangen wollen, denn es wurde nicht geprüft, wer sich dort meldete. Ernest Sartison, der von Münster aus in das Militärlager nach Frankreich gegangen ist, möchte im Gespräch mit Redakteurin Chiara Kucharski mit Vorurteilen aufräumen und gewährt neue Eindrücke.
Tom Feuerstacke und Ede Wolff auf einer verbalen Liegeradfahrt
PUNK, LIEGERAD, VÖLLIGER WAHNSINN
Hier sitzt er also wieder vor mir, Ede Wolf, Gitarrist, Journalist, Schließmuskel-Urgestein und wandelnde Geschichtsschleuder des Niederrheins. Einer, der es schafft, in einem Satz sowohl Münsteraner Liegeradfahrer als auch die Punkvergangenheit von Hamminkeln ordentlich durchzuschütteln – und dabei trotzdem freundlich zu lächeln. Wir reden über 40 Jahre Bandgeschichte, über Namen, die damals verboten gehörten und heute auf Spotify aufploppen, über Boxersequenzen in Musikvideos und den erstaunlichen Umstand, dass selbst Liegeradfahrer ihren Spaß an einem Song haben, der sie eigentlich anblafft. Ede trinkt Kaffee, erzählt ohne Punkt und Komma und wirkt dabei wie einer, der nie aufgehört hat, Flausen zu haben. Und genau deshalb sitzt Schließmuskel plötzlich wieder mitten im Leben – räudig, laut, hungrig.






















