Im neuen Album von Wolfgang Niedeckens BAP „Zeitreise/ Live im Sartory“ fließt tatsächlich alles zusammen, was diese Band und ihren Sänger seit Jahrzehnten auszeichnet: musikalisch. Gedanklich. Biografisch. Was Gesang, Energie und Schaffenskraft betrifft, mag Niedecken immer noch als 30-Jähriger durchgehen. Seine Texte und Gedanken aber atmen die Lebensklugheit jenes 73-Jährigen ein, der er ist und dessen Blick auf das Leben, die Liebe und unsere Gesellschaft so wach und klar ist wie nie.
Er ist einer, der selten stillsitzt: morgens Mandant, nachmittags Rathaus, am Wochenende Kreislinie statt Kreißsaal. Wer im Münsteraner Amateurfußball unterwegs ist, kennt seinen Namen – Philipp Hagemann, Schiedsrichterchef, Netzwerker, Kümmerer. Und wer Politik verfolgt, begegnet ihm wieder: Ratsmitglied, SPD, eher leise als laut, aber beharrlich. Ein Mann zwischen Aschenplatz und Ausschusssitzung, der sich gern einmischt, wenn ihn etwas ärgert – und dann nicht meckert, sondern macht. Wir treffen ihn dort, wo beides zusammenläuft: im Stadion von Preußen Münster, wo er Bundesligaschiedsrichter betreut, ihnen Kaffee organisiert und Linien checkt. Ein Gespräch über Ehrenamt, Fehlpfiffe, Nachwuchs, Bierchen nach dem Spiel – und darüber, warum man Verantwortung manchmal einfach übernimmt, statt nur zu kritisieren.
Peter Sauer liebte stets das Kino – genauso aber jenes „Kino im Kopf“, das der magische kleine Kasten namens Radio ihm bereits als Kind bescherte. Kein Wunder, dass es ihn später zum Rundfunk zog. Und: Zum Musikjournalismus. Den zelebriert der Mann mit der bassigen Stimme nun auch in der Sendung „Gila Gila“ in Doppelmoderation mit Kollegin Gila Marali – spontan und sympathisch im Impro-Talk.
Sie gilt als härteste Militäreinheit der Welt. Für die einen ist es eine große Ehre, in die Fremdenlegion aufgenommen zu werden und die Képi Blanc zu tragen, denn die Aufnahmeprüfung soll hart sein und es heißt, nur jeder zehnte Bewerber würde es schaffen, durchzuhalten. Für andere hat sie einen verrufenen Charakter. Lange Zeit galt die Legion als Anlaufstelle für verlorene Existenzen, Kriminelle und Menschen, die bei Null anfangen wollen, denn es wurde nicht geprüft, wer sich dort meldete. Ernest Sartison, der von Münster aus in das Militärlager nach Frankreich gegangen ist, möchte im Gespräch mit Redakteurin Chiara Kucharski mit Vorurteilen aufräumen und gewährt neue Eindrücke.

Liebe Leserinnen und Leser,
Admiral Winter hisst langsam die weiße Fahne und macht Platz für ein paar hoffentlich sonnenverwöhnte Frühlingstage. Endlich wieder draußen sitzen, das aktuelle Stadtgeflüster mit einem kühlen Cocktail in der Hand lesen und so tun, als hätte man alle Termine fest im Griff. Genau so stelle ich mir das vor. Und ich sage Euch: Das wird gut.
Wolfgang Niedeckens BAP befindet sich nun wirklich auf der Zielgeraden. Das war damals Grund genug für Tom und mich, den guten Mann zu treffen. Wir sprachen über früher, heute und morgen – über große Bühnen, kleine Momente und darüber, warum Stillstand für echte Musiker ohnehin keine Option ist.
Wer Tom kennt, weiß allerdings: Musik allein macht ihn nicht glücklich. Also traf er sich zusätzlich mit Philipp Hagemann, dem Schiedsrichterchef. Zwischen Fehlpfiffen, Nachwuchssorgen und der großen Frage, ob der Videoassistent nun Freund oder Feind ist, blieb selbstverständlich noch Zeit für das obligatorische Bier nach dem Spiel.
Arndt Zinkant wiederum schnappte sich unseren umtriebigen Autor Peter Sauer. Der schreibt nicht nur, sondern hat auch noch eine bemerkenswerte Radiosendung aus dem Hut gezaubert. Multitasking auf münsteranisch – und das ziemlich charmant.
Und dann wäre da noch die Frage: Wie kommt ein Münsteraner bitte auf die Idee, zur Fremdenlegion zu gehen? Unsere liebe Chiara hat nachgehakt – und jemanden gefunden, der offen über seine Motive spricht. Hart, ehrlich, spannend. Ganz ohne Pathos, aber mit ordentlich Gesprächsstoff.
Viel Spaß beim Lesen.
Salve
Ekki
















