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Das berna-Prinzip – Warum Münster jetzt auf Boxspringbetten in Manufaktur-Qualität aus Paderborn schwört

  • Autorenbild: Thorsten Kambach
    Thorsten Kambach
  • vor 21 Stunden
  • 6 Min. Lesezeit

Münster ist die Stadt der Lebensart. Wir lieben unsere Wochenmärkte, unsere Leezen und unser Design. Doch eine Sache haben wir lange vernachlässigt: das Fundament unseres Alltags – den Schlaf. Während Billig-Discounter den Markt mit „Boxspring-Optik“ fluten, geht ein Unternehmen aus der Nachbarschaft einen völlig anderen Weg. Wir haben Bernd Johannes Hunke getroffen, das Gesicht von berna. Ein Deep-Dive-Gespräch über die „World of Sleep“, skandinavische Fichte, patentierte Belüftungssysteme und die Frage, warum berna heute alles bietet, was eine gute Nacht ausmacht – von der Hightech-Matratze bis zum perfekten Spannbettlaken.


Stadtgeflüster: Bernd, wenn man eure Webseite berna.de besucht, prangt dort groß der Zusatz „world of sleep“. Das klingt nach einem Rundum-Anspruch. Was genau verbirgt sich hinter dieser Welt, außer „nur“ Betten zu bauen?


Bernd Johannes Hunke: Das ist eine wichtige Beobachtung. Früher hat man oft nur „das Bett“ gekauft und den Rest irgendwo zusammengesucht. Aber Schlaf ist ein System. Wenn du ein Weltklasse-Auto kaufst, willst du ja auch nicht, dass da irgendwelche billigen Reifen drauf sind, die das Fahrgefühl ruinieren. Genau so ist es beim Schlafen.

Bei berna – world of sleep haben wir den Anspruch, das gesamte Schlaferlebnis zu kuratieren. Das fängt bei der massiven Box aus skandinavischer Fichte an, geht über unsere eigenen 7-Zonen-Tonnentaschenfederkernmatratzen und die spezialisierten Premium-Topper bis hin zum kleinsten Zubehör wie Nackenstützkissen, Moltonauflagen und passgenauen Topper-Spannbettlaken. Wir haben gelernt: Nur wenn alle Komponenten perfekt aufeinander abgestimmt sind – wir nennen das die berna-Symbiose –, entsteht dieses Gefühl von Schwerelosigkeit. Wir liefern nicht nur ein Möbelstück, wir liefern die Infrastruktur für Regeneration.


Lass uns mal tiefer in diese Infrastruktur eintauchen. Viele Leute denken, Boxspring ist gleich Boxspring. Aber ihr fertigt eure Matratzen selbst in Paderborn. Was macht eine berna-Tonnentaschenfederkernmatratze so besonders?

Der Kern ist das A und O. Im herkömmlichen Handel findest du oft einfache Bonell-Federkerne. Die sind flächenelastisch – das heißt, wenn du dich bewegst, schwingt das ganze Bett wie eine Hüpfburg mit. Das ist Gift für die Wirbelsäule. Unsere Matratzen bestehen aus echten Tonnentaschenfederkernen von AGRO®. Jede einzelne Feder ist in eine eigene Stofftasche eingenäht. Das macht sie punktelastisch. Nur dort, wo Druck ausgeübt wird, gibt die Feder nach.

In der „World of Sleep“ gehen wir aber noch weiter: Unsere Matratzen haben eine 7-Zonen-Einteilung. Das bedeutet, dass der Federwiderstand im Schulterbereich anders ist als im Becken- oder Lordosebereich. Wir verbauen deutschen Qualitätsstahl, der thermisch vergütet ist. Das heißt, die Feder behält ihre Spannkraft über Jahre. Kombiniert mit unserer VENTIBOX®-Technologie im Unterbau entsteht so eine Matratze, die nicht nur stützt, sondern auch aktiv atmet. Das ist Manufaktur-Qualität, die man nicht im Callcenter bestellt, sondern die von Menschen gebaut wird, die täglich Schaumstoff und Federn in der Hand halten.


Ein Riesenthema bei euch sind die Topper. Oft werden die als „Zugabe“ behandelt, aber bei berna wirken sie wie ein eigenes High-End-Produkt. Warum ist der Topper so entscheidend?

Der Topper ist die Kontaktfläche. Er entscheidet über das erste Gefühl beim Hinlegen – das „Hineinschmiegen“. In unserer world of sleep bieten wir Topper an, die qualitativ weit über dem Marktdurchschnitt liegen. Wir arbeiten mit Raumgewichten von bis zu RG70. Das ist ein Wert, den du bei Billiganbietern vergeblich suchst.

Ob unser Gelschaum-Topper für Leute, die maximale Druckentlastung suchen, oder der Kaltschaum-Topper für diejenigen, die es etwas fester mögen – der Kern ist entscheidend. Ein Topper von berna ist kein dünnes Läppchen. Er ist die Vollendung des Schlafsystems. Er sorgt dafür, dass die Punktelastizität der Matratze auch wirklich bei deinem Körper ankommt. Und weil wir wissen, dass Hygiene im Bett ein Riesenthema ist, sind unsere Topper-Bezüge natürlich abnehmbar und waschbar. Das gehört für uns zum Standard einer modernen Schlafwelt.


Du hast vorhin das Zubehör erwähnt. Spannbettlaken, Moltonauflagen, Nackenstützkissen... Ist das nicht eigentlich Kleinkram?

Ganz im Gegenteil! Das ist oft das Zünglein an der Waage. Stell dir vor, du hast ein fantastisches Boxspringbett mit einem hochwertigen Topper, aber dann ziehst du ein billiges, zu enges Laken drüber. Was passiert? Das Laken wirkt wie eine Trommel, es ist zu straff gespannt und hebelt die gesamte Punktelastizität des Toppers aus. Man nennt das den „Hängematten-Effekt“.

Deshalb bieten wir in der berna-Welt eigene Topper-Spannbettlaken. Die haben einen speziellen Schnitt und einen extrem hohen Elastan-Anteil. Sie schmiegen sich dem Topper an, ohne die Ergonomie zu stören. Oder nimm unsere Nackenstützkissen: Die sind so konzipiert, dass sie die Lücke zwischen Schulter und Kopf perfekt füllen, damit die Halswirbelsäule nicht abknickt. Wer einmal auf einem berna-System inklusive der richtigen Auflage und dem passenden Kissen geschlafen hat, versteht, warum wir das „world of sleep“ nennen. Es ist ein geschlossener Kreislauf der Erholung.


Das klingt nach einer Menge Expertise. Wie stellt ihr sicher, dass ein Kunde in Münster, Köln oder Krefeld nicht den Überblick verliert bei all diesen Optionen?

Genau dafür haben wir unsere Showrooms und unseren digitalen Berater. Wir wollen nicht, dass der Kunde „irgendwas“ kauft. In der berna-Welt ist die Beratung das Fundament. Wenn jemand zu uns in die Hammer Straße in Münster kommt, fragen wir erst einmal: Wie schläfst du? Bist du Seitenschläfer? Neigst du zum Schwitzen? Hast du Rückenprobleme?

Wir konfigurieren das Bett dann live. Wir zeigen, warum welche Matratze und welcher Topper Sinn ergeben. Und wir erklären auch das Zubehör. Eine Moltonauflage zum Beispiel ist für uns kein optionaler Luxus, sondern essentieller Schutz für die Matratze und den Topper, um die Langlebigkeit zu garantieren. Wir sehen uns als Partner für die nächsten 10 bis 15 Jahre. Deshalb bieten wir auch den Matratzenkerntausch an. Wenn sich dein Körper oder dein Schlafbedürfnis nach Jahren ändert, musst du bei berna nicht das ganze Bett wegwerfen. Wir tauschen einfach nur das Innenleben aus. Das ist nachhaltig, fair und typisch für unsere Manufaktur-Philosophie.


Qualität aus Paderborn, direkt vor der Haustür. Das ist ein starkes Statement gegen die Wegwerfmentalität. Aber wie schafft ihr es, bei diesem Aufwand die Preise so stabil zu halten?

Indem wir konsequent bleiben. Wir sind Hersteller. Punkt. Wir haben keine teuren Zwischenhändler, keine Handelsvertreter, die Provisionen kassieren, und keine riesigen Logistikzentren, die wir querfinanzieren müssen. Die berna-Welt ist effizient. Von der Produktion in Paderborn geht das Bett direkt zu dir nach Münster.

Diesen Preisvorteil von rund 40 % geben wir eins zu eins weiter. Das erlaubt uns, hochwertigere Materialien wie die skandinavische Fichte oder den AGRO-Stahl zu verbauen, ohne dass das Bett unbezahlbar wird. Wir wollen, dass sich jeder Münsteraner ein echtes Manufakturbett leisten kann. Guter Schlaf darf kein Privileg für Spitzenverdiener sein.


Nachhaltigkeit ist ein großes Wort, das oft leer bleibt. Wie füllt berna diesen Begriff mit Leben?

Nachhaltigkeit beginnt bei der Qualität. Ein Bett, das 15 Jahre hält, ist um Welten ökologischer als drei Betten, die nach jeweils fünf Jahren auf dem Sperrmüll landen. Aber wir gehen weiter: Unsere Hölzer sind zertifiziert, unsere Schäume schadstoffgeprüft. Und dadurch, dass wir alles aus einer Hand bieten – von der Matratze bis zum Laken –, reduzieren wir auch den logistischen Aufwand. Du bekommst ein Paket, eine Lieferung, ein Team, das alles aufbaut.


Und ein ganz wichtiger Punkt für Münster: Wir sind regional greifbar. Wenn mal was ist, sind wir da. Wir sind kein anonymer Online-Riese, der irgendwo in Übersee sitzt. Wir sind Westfalen. Wir bauen Betten, auf denen wir auch selbst schlafen. Diese Verantwortung spürt man in jedem Detail der „World of Sleep“.


Bernd Johannes Hunke, Geschäftsführender Gesellschafter von enjoy schlafsysteme. Das Unternehmen hinter der Marke berna – world of sleep
Bernd Johannes Hunke, Geschäftsführender Gesellschafter von enjoy schlafsysteme. Das Unternehmen hinter der Marke berna – world of sleep

Bernd, wenn du berna in drei Worten beschreiben müsstest, welche wären das?

Ehrlich, innovativ, erholsam. Ehrlich, weil wir sagen, was drin ist (Massivholz statt Spanplatte). Innovativ wegen der VENTIBOX®. Und erholsam... nun ja, das musst du selbst ausprobieren. Wer einmal in einem komplett abgestimmten berna-System lag, weiß, wovon ich rede.


Ein letzter Blick in die Zukunft: Was kommt als Nächstes in der berna-Welt?

Wir arbeiten ständig an neuen Materialien. Das Thema Regeneration durch Textilien ist gerade groß im Kommen. Aber unser Kern bleibt: Das perfekte Boxspringbett noch besser zu machen. Wir wollen das Schlafklima perfektionieren. Die VENTIBOX® war erst der Anfang. Unser Ziel ist es, dass berna – world of sleep die erste Adresse für jeden ist, der morgens mit einem Lächeln aufwachen will. Egal ob in Münster, Köln oder Krefeld.


Vielen Dank für das Gespräch, Bernd. Das war ein echter Augenöffner für alle, die dachten, ein Bett sei nur ein Ort zum Liegen.

Sehr gerne. Kommt vorbei, probiert es aus. Die berna-Welt steht jedem offen!

 
 
 
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