Branko hat geladen



Wenn der Branko zum Essen einlädt, dann darf man nicht Nein sagen. Also schnell das Aufnahmegerät gegriffen und ab ins Auto nach Rujišnik in Serbien. Was kann einen mehr erwarten als eine perfekt gedeckte Tafel mit kulinarischen Genüssen. Dazu das eine oder andere Gläschen Rotwein und natürlich der selbst destillierte Pflaumenbrand. Wie es sich gehört, sprachen wir über dies und das, sangen unsere alten Lieder und tanzten Folklore. Wir lachten, stritten und weinten. Ein klassischer serbischer Abend halt. Der Abend nahm eine wilde Wendung, als wir auf das Thema Vampirismus kamen. Mit Erschrecken stellte ich fest, dass der Ursprung in dieser Region liegt. Ab jetzt verwunderte mich nicht, dass der Gastgeber sein Haus gegenüber dem Friedhof hat. Ich sage nur so viel. Unheimliches tat sich auf und die in Alkohol getränkten Gedanken taten ihr Übriges.


Als mich Branko am nächsten Morgen weckte, war für mich eindeutig der Moment gekommen, dass Weite zu suchen. Ich packte meine Sachen, verabschiedete mich höflich und legte den Telefonhörer auf… Was wirklich geschah, versuche ich als Gedächtnisprotokoll zu rekonstruieren und bringe es zu Papier. In der kommenden Ausgabe wird zu lesen sein, wie sich alles zutrug. Eines sei noch gesagt. Knoblauch kann Leben retten


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