top of page
Stadtgeflüster Logo 2018.png

Sofa,Gäste und die Schmöker

ekki83
vor 41 Minuten
3 Min. Lesezeit

Zwei Stunden zwischen Buchdeckeln, Musik und einer ziemlich gut besetzten Couch

Sonntagmittag, zwölf Uhr. Für Musiker eher eine unchristliche Zeit.

Am 18. Oktober allerdings saß ich auf einer Couch in der Sky Bar des ATLANTIC Hotels in Münster.


Vor mir ein ausverkauftes Haus, neben mir Reinhard J. Plettenberg – und im Kopf die Frage: Was wird der mir wohl alles entlocken?

Es war die Premiere von der neuen Reihe„Sofa, Gäste und die Schmöker“. Und ich durfte als erster Gast herausfinden, wie sich das anfühlt.


Eine völlig neue Form der Lesestunde



Die Idee ist denkbar einfach: Ein Mensch aus der schreibenden Zunft nimmt auf dem Sofa Platz, bringt sein Buch mit und lässt sich auf ein Gespräch ein. Das klingt zunächst gemütlich. Allerdings weiß jeder, der mich kennt, dass gemütlich nicht zwangsläufig ruhig bedeutet.

Gesprächsstoff hatte ich jedenfalls mitgebracht. Nachdem sich meine Band Starlight Excess/Starlight Family nach 35 wunderbaren Jahren selbst in die Rente geschossen hatte, mussten die Geschichten irgendwohin.

Herausgekommen ist mein Buch „Don't worry … be Ekki“.



Was ihr immer schon wissen wolltet.......
Was ihr immer schon wissen wolltet.......

Und weil eine Bandgeschichte lange vor dem ersten Auftritt beginnt, geht es darin auch um das Leben drumherum. Um Begegnungen, Freundschaften und die vielen kleinen Entscheidungen, von denen man erst später merkt, wohin sie geführt haben.


Damit ich mich auf der Couch nicht allein auf meine redseligen Qualitäten verlassen musste, hatte ich musikalische Verstärkung dabei: meinen alten Freund Matze.

Zwischen den Gesprächsrunden spielten wir Songs, reduziert auf Akustikgitarre, Mundharmonika und Gesang. Dabei präsentierten wir zum ersten Mal auch eine eigene Nummer von mir.



Niemand ist perfekt, aber ein Gitarrist ist nahe dran.
Niemand ist perfekt, aber ein Gitarrist ist nahe dran.

Da war sie dann doch, die Nervosität. Geschichten erzählen? Kann ich. Ein bisschen herumblödeln? Auch. Aber ein eigenes Stück vor Publikum zu spielen, ist noch einmal eine andere Hausnummer.


Alle Arme gehen hoch.... also irgendwann mal
Alle Arme gehen hoch.... also irgendwann mal

Zu unserer Freude war die Veranstaltung ausverkauft. An einem Sonntag. Um zwölf Uhr mittags. Ich finde, das darf man ruhig noch einmal erwähnen.

Aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis waren erstaunlich wenige erschienen. Dafür blickte ich in viele unbekannte Gesichter. Und genau das machte die Sache spannend: Menschen, die mich kaum oder gar nicht kannten, hörten zu, fragten nach und ließen sich auf die Geschichten ein.

Das war ein Publikum, vor dem man gern erzählt. Aufmerksam, neugierig und erfreulicherweise auch zum Lachen bereit.



Jetzt nimm dem Kerl das Mikro weg...
Jetzt nimm dem Kerl das Mikro weg...

Reinhard führte easy durch das Gespräch und ließ mir den Raum, den die Geschichten brauchten. So wurde aus der Buchvorstellung eine lebendige Mischung aus Talk, Musik, Informationen und gemeinsamem Lachen.




Wer sich noch an „Lemmi und die Schmöker“ erinnert, kann vielleicht ahnen, warum mir der Name dieser neuen Reihe so gut gefällt. Geschichten machen neugierig. Und wenn jemand dahinter zum Vorschein kommt, möchte man plötzlich mehr wissen, als auf dem Buchrücken steht.

Ein Segen zu High Noon
Ein Segen zu High Noon


Die Sky Bar bietet dafür den passenden Rahmen: nah am Publikum, mit Wohnzimmergefühl und einer Aussicht, bei der man zwischendurch durchaus mal den Faden verlieren könnte.

Bierernst wurde es trotzdem nicht. Dafür sorgten schon die Beteiligten. Außerdem bin ich ohnehin der Meinung, dass wir in Zeiten wie diesen wesentlich mehr lachen sollten.


Gut zwei Stunden dauerte unser Gespräch mit Songs und Storys. Danach blieben noch Besucher für persönliche Gespräche. Für mich ein schönes Zeichen: Wenn nach dem offiziellen Ende noch etwas zu erzählen ist, hat der Vormittag offenbar etwas in Bewegung gebracht.



Mein Fazit.... Auf dieser Couch darf es weitergehen.

Geplant ist „Sofa, Gäste und die Schmöker“ ungefähr alle zwei Monate. Wer Lust auf persönliche Geschichten, überraschende Begegnungen und einen unterhaltsamen Sonntagmittag hat, sollte die nächsten Termine im Auge behalten.


Informationen bekommt ihr unter vis-a-vis@muenster.de. Außerdem gibt es einen eigenen WhatsApp-Kanal unter dem Namen „Sofa, Gäste … und Schmöker“.


Und wer nach diesem Vormittag – oder nach diesen Zeilen – wissen möchte, was ich noch alles zu erzählen habe: „Don't worry … be Ekki“ gibt es bei Amazon.

In diesem Sinne: neugierig bleiben. Man weiß schließlich nie, wer als Nächstes auf dem Sofa sitzt.


Salve Ekki

 
 
 

Kommentare


bottom of page