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Vainstream und anderer Qualitätskrach am Hawerkamp

Aktualisiert: 1. Juli 2023

Am Hawerkamp ist richtig was los in diesem Jahr. Gleich 3 große Open-Air-Festivals gehen an den Start. Das Docklands-Festival hat es bereits seit Wochen hinter sich. 15000 Zuschauer erfreuten sich vor Ort an Elektro-Musik der internationalen Spitzenklasse, andere hingegen eher weniger. Etliche Spielverderber versuchten erfolglos die „Lärmbelästigung“, die der Wind in die Stadtteile trug behördlich zu stoppen.

Vainstream
Das Tor zum wundervollen Lärm (Foto: Stephan Günther)

Ich war gespannt, ob das Vainstream auf dieselbe „Toleranz“ der Münsteraner Vorstadt-Gartensitzer stößt, die ja genau genommen Musik geschenkt bekommen. Vielleicht sind die Einwohner der Domstadt ja eher Freude von Partyschlagern? Nach dem 8. Juli werden wir vielleicht schlauer sein, denn dann gibt es echten Ballermann-Flair bei Münster Olé, dem dritten Open-Air am Hawerkamp.


Das Vainstream ist auf jeden Fall ein Highlight in meinem Kalender. Der Tag, an dem ich nicht nur als Fotograf, sondern auch als Musikfan unterwegs sein darf. Auf dem Vainstream ist Münster unkompliziert, gut gelaunt und gleichgesinnt. Der gemeinsame Nenner heißt Spaß und Musik.


Vainstream
Festivalstimmung am Hawerkamp, Fans lassen sich auf Händen tragen. (Foto: Stephan Günther)

Dieses Jahr war mal wieder alles größer, 18.000 Besucher, eine dritte große Bühne an der Südseite der Halle Münsterland und der Social Club - eine große schattenspendende Messehalle mit Sitzgelegenheiten, Autogrammstunden und Getränkeständen.

Eigentlich war aber für mich Samstag nur eins wichtig: Rancid! Die Helden des Punk-Revivals der 90er! Da war es mir fast schon egal, dass nebenher noch Hochkaräter wie Jinjer, Fever 333, Donots, Papa Roach, Marteria oder Frank Turner zu Gast waren. Kein wunder also, dass es bei diesem LineUp gegen Mittag schon rappelvoll war auf dem Gelände.


Rancid
Rancid! Der heimlicher Headliner des Festivals, für mich zumindest. (Foto: Stephan Günther)

Letztendlich war es aber auch wie immer. Ich hatte mir so viel vorgenommen und trotzdem kam dann doch alles wieder anders. Vor lauter Wiedersehensfreude habe ich mich mit einem Bekannten verquatscht und dabei verpasst, wie Ingo von den Donots mit dem Fahrrad durch die Menge gefahren ist. Auch habe ich nichts vom „Glüh-Gin“ mitbekommen, den die Donots auf der Bühne erwärmt und ausgeschenkt haben. Ich war auch so k.o., dass ich lieber im Schatten gesessen und dabei den großartigen Frank Turner nicht gesehen habe.

Aber auch das ist Vainstream, sich einfach ein wenig der Stimmung hingeben. Wenn man, wie ich, keine 20 mehr ist, ist der Marathon, alle Bands auf den Hauptbühnen zu sehen, eh kaum noch zu machen. Gerade nicht bei den Temperaturen, die Sonne kannte auch in diesem Jahr kein erbarmen mit den Besuchern. Ein Glück, dass es genug Trinkwasserstellen auf dem Gelände gab.


Papa Roach
Papa Roach, der ausgewiesene Headliner! (Foto: Stephan Günther)

Überhaupt muss man den Organisatoren in diesem Jahr wieder ein großes Lob aussprechen, es war alles tadellos organisiert. Einige Kritik erntete dieses Jahr lediglich die Rückgabe der Pfandbecher. Wertmarken oder Getränkebecher konnten nicht wieder gegen Bargeld eingetauscht werden. Stattdessen sollten die Becher am Ausgang an einer „Letzten Theke an der Bar“ gegen ein Getränk im Einwegbecher eingetauscht werden können. Dies scheint nicht immer von Erfolg gekrönt gewesen zu sein. Auch ich habe diese ominöse Theke übrigens nicht gefunden…


Sei’s drum, dies schmälert die Freude an einem jov’len Festivaltag auch nicht mehr! Ich freue mich schon auf das nächste Jahr, dann gibt es das Vainstream nämlich an 2 vollen Tagen, am 28. und 29. Juni!

Vainstream
Auf Wiedersehen, ich freue mich auf's nächste Jahr! (Foto: Stephan Günther)

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