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Hot, Hot, Hot Summer. Heiße Lesung mit Reinhard. J. Plettenberg

  • ekki83
  • 18. Juli
  • 3 Min. Lesezeit

Freitagabend, 17. Juli. Draußen brütende Hitze, drinnen nicht viel weniger. Trotzdem machte ich mich mit dem Zug von Sprakel auf den Weg nach Hiltrup. Und Freunde des Guten Geschmacks... Die Frisur saß. Der Grund war einfach: Reinhard J. Plettenberg stellte im Hiltruper Museum erstmals öffentlich sein neues Buch Memoiren eines Anderen vor.

Da Reinhard und ich beide auch im pädagogischen Bereich bei Westfalenfleiß arbeiten, war für mich klar: Diese Premiere lasse ich mir nicht entgehen.

Schon mal gedanklich auf die Lesung vorbereiten
Schon mal gedanklich auf die Lesung vorbereiten

Ein gelungener Auftakt

Mit rund 40 Besucherinnen und Besuchern war die Lesung für einen Autor, der gerade erst seine ersten Schritte auf der literarischen Bühne macht, wirklich gut besucht. Natürlich ist Reinhard noch kein Thomas Mann – aber irgendwo fängt jede Autorenkarriere einmal an.

Und eines wurde an diesem Abend schnell deutlich: Das Interesse am Buch war groß.


Keine Lesung von der Stange

Wer jetzt glaubt, Reinhard hätte sich vorne hingesetzt und einfach nur aus seinem Buch vorgelesen, lag daneben.

Immer wieder bezog er das Publikum mit ein, stellte Fragen und lud dazu ein, über einzelne Passagen nachzudenken und zu diskutieren. Dadurch entstand keine klassische Lesung, sondern ein lebendiger Austausch zwischen Autor und Publikum. Genau das machte den Abend so besonders.

Memoiren eines Anderen
Memoiren eines Anderen

Worum geht es?

Im Mittelpunkt des Romans steht Professor Paul von Hovestedt, ein renommierter Literaturwissenschaftler aus Münster. Nach einem schweren Unfall auf Lanzarote gerät sein bislang geordnetes Leben aus den Fugen. Ein ungewöhnlicher Auftrag führt ihn schließlich nach Uganda. Dort begegnet er einer Wahrheit, die sein ganzes Leben verändert: einer Tochter, von deren Existenz er bis dahin nichts wusste.

Mehr möchte ich an dieser Stelle gar nicht verraten.


Kein Buch für zwischendurch

Wer einen leichten Sommerroman erwartet, wird überrascht sein. Memoiren eines Anderen ist kein Buch nach dem Motto Fünf Freunde oder Wir Kinder aus Bullerbü. Es ist ein philosophischer Roman, der Fragen stellt und den Leser immer wieder zum Nachdenken bringt.

Der Protagonist vertritt die Auffassung, dass jedes Ereignis aus einer Kette früherer Ereignisse entsteht. Über diesen Gedanken lässt sich lange diskutieren – und genau das passierte an diesem Abend auch.

Bestellen könnt ihr das Buch bei Amazon
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Uganda-Feeling in Hiltrup

Fast hätte man meinen können, das Wetter hätte sich dem Handlungsort angepasst. Während Professor Hovestedt im Buch durch Uganda reist, saßen wir im Hiltruper Museum bei gefühlten Afrika-Temperaturen.

Die Zuhörer hörten aufmerksam zu, stellten Fragen, philosophierten mit dem Autor – und fächelten sich zwischendurch immer wieder frische Luft zu. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es in Uganda an diesem Abend ein paar Grad angenehmer gewesen sein könnte.

Eine heiße Lesung im wahrsten Sinne des Wortes
Eine heiße Lesung im wahrsten Sinne des Wortes

Mein Fazit

Mich hat dieser Abend positiv überrascht.

Nicht nur wegen des Buches, sondern auch wegen der Art, wie Reinhard Plettenberg seine Lesung gestaltet hat. Man fühlte sich nicht als stiller Zuhörer, sondern als Teil der Veranstaltung. Genau so sollten Lesungen sein: lebendig, offen und zum Mitdenken anregend.

Die Lesereise von Memoiren eines Anderen hat gerade erst begonnen. Wer Gelegenheit hat, eine der nächsten Veranstaltungen zu besuchen, sollte das tun.

Und noch ein kleiner Hinweis in eigener Sache: In einer der kommenden Ausgaben des Stadtgeflüster Interviewmagazins stellen wir Reinhard J. Plettenberg auch einmal ganz persönlich vor. Das Interview verspricht spannende Einblicke in einen Menschen, dessen Lebensweg mindestens genauso außergewöhnlich ist wie die Geschichte seines Romans.

Für mich ging es anschließend wieder mit dem Zug zurück nach Sprakel – in meine Dachgeschosswohnung mit immer noch sportlichen 31 Grad. Vermutlich war es in Uganda zu diesem Zeitpunkt tatsächlich ein wenig kühler.

Salve!

Euer Ekki

 
 
 

1 Kommentar


geros72503
21. Juli

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